| Soziales Lernen |
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| Donnerstag, 27. November 2008 um 10:56 |
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Lions Quest „Erwachsen Werden“ – Förderung der sozialen Kompetenz junger Menschen Entsprechend unserem Leitbild wird mit diesem Programm ein Weg beschritten, der die Förderung sozialer Kompetenzen in der Schule in den Mittelpunkt stellt. Die Stärkung des Selbstvertrauens und der kommunikativen Kompetenz, die Fähigkeit, Kontakte aufzubauen, Konfliktsituationen in der Schule und in der Familie wirksam zu begegnen und konstruktive Lösungen zu finden, das sind die wesentlichen Schwerpunkte des Programms. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden die folgenden Bausteine seit dem Schuljahr 2002/2003 erfolgreich umgesetzt :
Die Methoden der Vermittlung bestehen aus verschiedenen interaktiven Modellen, wie Rollenspiele, Visualisierung und Modelllernen. Insbesondere hat auch die spielerische Bewegung, das Aushalten von Nähe eine besondere Bedeutung
Seit vielen Jahren macht das " Fair Mobil" Station in unserer Schule. Das mobile Einsatzfahrzeug enthält verschiedene Parcoursstationen voller Ideen, Themen und Aktionen. Alle Schüler und Schülerinnen des 6. Jahrgangs haben die Möglichkeit, sich selbst zu erproben und Fähigkeiten im Team mit anderen zu erlernen. In kleineren wie größeren Gruppen werden verschiedene Wahrnehmungs- und Diskussionsübungen sowie Erlebnisspiele durchgeführt. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch den Förderverein. Einen kleinen Eigenanteil zahlen die Eltern.
Seit dem Schuljahr 2002/2003 sind Schüler und Schülerinnen der Klasse 9 als Streitschlichter an unserer Schule vor allem in den Klassen 5 und 6 tätig. Folgende Begründungen werden dabei als wesentlich angesehen:
Im Wahlpflichtunterricht der Klassen 8 werden die neuen Streitschlichter/innen eines Jahrgangs in einer Doppelstunde wöchentlich ausgebildet. Am Schluss steht eine Überprüfung, in der sie die gelernten Fähigkeiten unter Beweis stellen und eine Leistungsnote, die dem Bereich „Deutsch“ im Wahlpflichtbereich zu geordnet ist. Nicht jede Ausbildung führt automatisch zur Streitschlichtertätigkeit an unserer Schule. Zu Beginn der Klasse 9 werden die neuen Streitschlichter in ihr Ehrenamt eingeführt. Ihnen wird eine Urkunde zu ihrer Tätigkeit verliehen. Während ihres 9. Schuljahres betreuen die Streitschlichter jeweils zu zweit eine Klasse 5. Durch regelmäßige Kontakte wie Kennenlernbesuche zu Beginn des Schuljahres, die Übernahme von Patenschaften, die Teilnahme an Klassenfesten und ggfs. Ausflügen, Pausengespräche usw. werden die Beziehungen zwischen den jüngeren und älteren Schülern entwickelt und positiv beeinflusst. Im Bedarfsfall führen die Streitschlichter die Schlichtungsversuche mit jeweils zwei Streitenden. Dazu steht ihnen der Raum für Gespräche zur Verfügung. Es können sowohl die Streitenden selbst als auch deren Mitschüler oder Lehrer an sie herantreten. Die Streitschlichter stellen dafür ihre Freistunden bereit. Die Streitenden erhalten die Erlaubnis zur Teilnahme an einem Gespräch bei ihren Klassen- oder Fachlehrern. Seit dem Schuljahr 2002/03 ist zusätzlich eine Pausenbereitschaft der Streitschlichter/innen im Einsatz, so dass Streitfälle schnell und unkompliziert bearbeitet werden können. Dabei treten die Streitschlichter aber nicht als „Schulhofpolizei“ auf, sondern werden von den Streitparteien ihrerseits aufgesucht. Seit dem Schuljahr 2005/06 übernehmen die Streitschlichter zusätzlich Aufgaben bei der Durchführung der „ Aktiven Pause“ , in dem sie Spielgeräte an die Schüler und Schülerinnen des 5. Jahrgangs ausgeben und wieder entgegennehmen. Die Streitschlichter/innen der 9. und 10. Jahrgänge kommen jeweils einmal wöchentlich zusammen, um schwierige Situationen aus ihrer Tätigkeit zu besprechen, aufzuarbeiten und um weiter zu trainieren. Zu ihren Zeugnissen erhalten sie eine Bescheinigung über ihre Tätigkeit als Streitschlichter, die ihnen im Falle einer Bewerbung Vorteile bringen kann, da viele Arbeitgeber Mitarbeiter mit sozialer Kompetenz zu schätzen wissen. Während ihrer Ausbildung geht es für die Streitschlichter vor allem um das Erreichen der folgenden Ziele:
Um die notwendigen Erfahrungen zu sammeln, werden Übungen eingesetzt, Rollenspiele in vielfältiger Weise durchgeführt, gruppendynamische Prozesse beobachtet, bewusst gemacht und ausgewertet. Es zeigt sich, dass die Einrichtung und kontinuierliche Entwicklung als auch die Betreuung der Streitschlichterarbeit durch Lehrer und Lehrerinnen anhaltenden Einsatz und ausdauernde Initiative verlangt. Durch den Unterstützung der Sozialpädagogin ist eine wesentliche Voraussetzung der erfolgreichen Streitschlichterarbeit an unserer Schule ermöglicht worden. Dennoch verliert sich für die beteiligten Schüler und Schülerinnen oft der anfängliche Reiz des Neuen. So muss mit immer neuer Motivation an dieser Aufgabe gearbeitet werden. |

